Rezensionen: Böhmische Freunde – Klaus R. Walter

Quelle: Der Neue Tag, Stadt Weiden

Datum: 18./ 19. Oktober 2014

PDF Vorschau Der Neue Tag, Stadt Weiden

Quelle: Der Neue Tag, Stadt Weiden

Datum: 11./ 12. Oktober 2014

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Plädoyer für Freiheit und Toleranz

GERMERSHEIM: Klaus Pörtls neues Werk heißt „Böhmische Freunde“ Aussöhnung mit Tschechien ein großes Anliegen

„Böhmische Freunde“ – das ist der Titel des neuen Buches von Klaus Pörtl. Und es sind tatsächlich Freunde aus Böhmen – Walter, der Autor, und sein Freund Pavel. Beide sind in Budweisgeboren. Das Buch zeichnet den Lebensweg der Freunde nach, Stationen wie Eschenbach, München, Wien, Pamplona. Es knüpft an „Ein böhmischer Lausbub“ an, das vorige Werk Pörtls; dieses wird auf der Rückseite des neuen Werkes als „fiktionale Autobiogprahie“ bezeichnet. Wesentliches Motiv beider Werke ist die Freundschaft zweier Buben, eine Freundschaft, die auch Zeiten des Kalten Krieges überdauerte und in der Folge dank persönlicher Begegnungen fortgesetzt, sogar intensiviert werden konnte. Der Wunsch nach Aussöhnung zwischen Tschechen und Deutschen, der Wunsch nach Völkerverständigung ist erkennbar das Hauptanliegen des Autors und seiner Werke. Diese Sehnsucht kommt in einem beeindruckenden Schlussplädoyer für Toleranz und Freiheit in einemgeeinten Europazum Ausdruck; dieses hielt Pavel zum Abschluss eines Kongresses in Spanien, bei dem beide Freunde dabei waren: „Wir wollen in Toleranz und Freiheit mit- und nichtgegeneinander leben in einem hoffentlich bald vereinten Europa.“

Klaus Pörtl hat mit seinem neuen Buch auf 102 Seiten erneut ein Kapitel für eine nachhaltige deutsch-tschechische Versöhnung geschrieben. Hinter dem Namen des Autors, Klaus R. Walter, steht Klaus Pörtl, der 1938 in Budweis geboren wurde. Fachleutengilt er als renommierter Ibero-Romanist. Pörtl war lange Zeit als Professor an der Gutenberg-Universität Mainz, an der er auch mehrere Jahre Vizepräsident war. Bis zum Ausscheiden war er für die Übersetzer- und Dolmetscherausbildung am Fachbereich in Germersheim verantwortlich, wie den Angaben auf der Buchrückseite zu entnehmen ist.

Pörtl war so auch in Germersheim bekannt und angesehen. Der vielseitige Autor, der auch als Schauspieler tätig war, eine entsprechende Ausbildung absolviert hat, verfasste auch Theaterstücke im baierischen Dialekt. Gastprofessuren führten ihn in jüngerer Zeit, zurück zu den Wurzeln, nach Budweis, aber auch nach Krakau und Bogota.

Die Heimat sei den böhmischen Freunden wertvolle Kraftquelle geblieben, schreibt „Der neue Tag“, Weiden am 3. September 2013; wer das Werk zu lesen beginne, lege es nicht mehr aus der Hand.